Interview mit Nilamani Das, Künstler des Monats

Nilamani Das copyright: Nilamani Das
Seit wann sehen Sie sich selbst als Künstler?
Ich sehe mich nicht als „Künstler“. Dieses Konzept scheint mir zuviel Bedeutung zu haben, ich habe allerdings immer gezeichnet. Mein erster Lehrer war mein Vater, er ist ein Hobbyzeichner, er gab mir [Stunden] und lehrte mich meine ersten Aquarelle zu zeichnen als ich ein Kind war. Später, als ich studierte, habe ich Öl als mein Material ausgewählt.
Um aber wirklich ein Künstler zu sein, scheint mir ein ideal zu sein, dem man für eine besondere Form zu Leben oder ein Gefühl, nachläuft. Ein Künstler ist ein Diener der seine Vision und sein Bewusstsein beisteuert.
Wie schwer ist es als Künstler in der Kunstwelt in Peru anzufangen?
Das kann manchmal sehr schwierig sein, besonders wenn man, sagen wir aus einer niedrigen sozialen Schicht ohne Geld kommen, dann ist es schwer. Ich habe aber Künstler in Peru kennen gelernt die diese schwierigen Probleme überwunden haben, manchmal ökonomische, manchmal persönliche oder politische.
Haben Sie ein Thema, dass in Ihren Kunstwerken oft wiederkehrt?
Es gibt zwei Dinge die mich sehr oft beeinträchtigen: zu aller erst die Natur, als eine Kraft oder ein Geist, als eine total auf den Menschen bezogene Einheit, das Leben von dem wir abstammen und zweitens, der Mensch, dieses komplexe kaum unbekannte und tiefgründige Wesen.
Beeinflusst Bhakti Yoga in irgendeiner Weise Ihre Kunst?
Definitiv. Bhakti Yoga ist vor allem eine Frage des gesunden Menschenverstands und eine wunderschöne Philosophie. Das inspiriert mich und hilft mir dabei was ich in der Kunst sagen möchte.
Welche Anforderungen glauben Sie, sollte ein guter Künstler besitzen?
Ich glaube, dass ein Künstler im Besonderen ehrlich sein muss, er muss das Talent haben; Bewusstsein und Inspiration anbieten zu können.
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Ja. Ich sollte sagen eine Menge, weil es so viele Künstler und Arbeiten gibt die mich beeinflussen, einige sind anonym und andere sind Kollegen oder Nachbarn von mir.
Ich möchte keinen von Ihnen im Besonderen erwähnen, es gibt so viele berühmte Künstler und es gibt soviel schöne Kunst wie etwa im Orient, die niemals signiert wurde.
Glauben Sie, dass Kunst und Religion Hand in Hand gehen oder könnte eines ohne das andere existieren?
Ich glaube, dass beide, Religion und Kunst zu der Art von Dingen gehören, welche neben Politik und Philosophie, in einer Gesellschaft unverzichtbar sind. Wir können versuchen Antworten auf unsere Sorgen zu finden indem wir es mit dem einen oder dem anderen probieren, wir existieren aber zusammen mit allen von ihnen.
Aufgrund dessen arbeiten Kunst und Religion in einigen Fällen zusammen und lehnen sich in anderen jedoch ab. Das wichtige ist, die Toleranz.
In meinem Fall, träume ich davon voll, absolute und universell zu sein und ich glaube, dass das eine künstlerischere Position ist, aber auch eine religiöse sein könnten, ich bin jedenfalls beides.
Glauben Sie, dass lateinamerikanische Kunst im Allgemeinen auf soziokulturelle Themen (wie die indigene Bevölkerung, politische Probleme, usw.) bezogen ist?
Es könnte nicht anders sein, die Gedanken in Lateinamerika sind darauf konzentriert, obwohl es unterschiedliche Positionen und Angebote wie Abstraktion oder Konzeptualismus oder die „no arte“ gibt, die einander definitiv durch ein allgemeines soziales Gefühl beeinflusst haben.
Auf welche Art und Weise sehen Sie Kunst in Peru?
In Peru, wenn man im Allgemeinen sprechen möchte, sind wir recht beherzt. Für die Menschen in Peru (einschließlich der Quechua sprechenden Gemeinde) ist es immer noch recht weit weg von deren Welt. Wenn wir über den „Teil“ sprechen, der üblicherweise Kunst konsumiert oder schätzt, hat es in diesem Fall definitiv neue Angebote und Horizonte zu bieten.
Es gibt eine viel größere Teilnahme und Verbreitung, als würde Kunst zurzeit größer werden.
Was würden Sie den Leuten sagen, die gerade erst in der Kunstwelt begonnen haben?
Sie müssen furchtlos mit ihrer Arbeit und sich selbst sein um jede Arbeit zu schätzen und für jede Arbeit alles zu geben.
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